Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus: Ein gemeinsamer Weg, der Verantwortung fordert

Zum 81. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz durch die Rote Armee hat die Stadt Bergkamen der Opfer des National-sozialismus gedacht. Ein gemeinsamer Weg vom Rathaus über den ehemaligen Friedhof bis zur Gedenkstätte setzte ein sichtbares Zeichen des Erinnerns an ausgegrenzte, entrechtete und ermordete Menschen – und für die Verantwortung, die aus dieser Geschichte erwächst.

Eingeladen hatte das Bündnis für Demokratie und Vielfalt. An drei Stationen kamen Vertreterinnen und Vertreter der Stadt, des jüdischen Vereins Stern e.V. sowie des Arbeitskreises Stolpersteine zu Wort. Ihre Beiträge betonten die Bedeutung eines lebendigen Gedenkens, das nicht im Rückblick verharrt, sondern Gegenwartsbezug herstellt.

Den Abschluss bildete eine Veranstaltung in der Friedenskirche. Diese durfte die Anti-Rassismus-AG des SGB in Kooperation mit der Willy-Brandt-Gesamtschule mit einem eigenen Beitrag, der Raum zum Innehalten, Nachdenken und zur Begegnung eröffnete und von Texten sowie Musik begleitet wurde, mitgestalten.

Die zentrale Botschaft des Tages: Gedenken ist mehr als ein stilles Zurückschauen. Es fordert Wachsamkeit gegenüber Ausgrenzung, Vorurteilen und menschenfeindlichen Haltungen, die weiterhin existieren und sich oft schleichend zeigen. Verantwortung zu übernehmen heißt, Haltung zu zeigen, nicht wegzusehen und Zivilcourage zu leben – im schulischen Alltag ebenso wie im gesellschaftlichen Miteinander.

Wir erinnern, um heute bewusst zu handeln und die Zukunft mitzugestalten.

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